Das Schlangenmaul

»Bergungsexperte für außergewöhnliche Fälle« nennt sich Heinz Harder, arbeitsloser und abgebrannter Illustriertenschreiber, in der geschalteten Anzeige. Seine erste Klientin ist reich und schön: Nora Schäfer-Scheunemann aus Hannover sucht ihre achtzehnjährige Tochter. Die Suche nach ihr führt den »Journalist, Detektiv und Ritter« ins West-Berlin der 80er Jahre, wo er nicht nur auf windige Geschäftsmänner trifft, die unter anderem in illegalen Clubs ihre dubiosen Politik- wie Finanzmachenschaften aushecken, sondern auch auf eine mysteriöse Schlangen-Sekte. Für Harder, der sich zudem auch noch mit Künstlern und seiner Exfrau herumschlagen muss, wird es immer gefährlicher. Mit einem Nachwort von Friedrich Ani.

Rohstoff Elements

Schon in Fausers frühen Gedichten und experimentellen Prosatexten kann von Pose und Erfindung keine Rede sein. Da lebt jemand das, was er schreibt, was er als Text hinausbrüllt oder flüstert. Zu spüren sind auch Fausers erste Helden Kerouac und Burroughs, die ihn vielleicht nach Tophane, vielleicht in die Sucht, vielleicht auch zum Schreiben getrieben und gebracht haben. In diesen Texten, die von Beat bis Cut-up reichen, geht Fauser aufs Ganze. In dieser neu zusammengestellten Auswahl mit einem Nachwort von Jürgen Ploog, zeigt er sich brutal, direkt und überaus klug. In diesen Reflektionen findet sich der vielschichtige Hunger einer ganzen Generation. Dies ist der Band, um ihn neu zu entdecken.

Rohstoff

Caliban berlin

grosse städte

Alles anders

Marlon Brando

Aqualunge

Im World’s End Hotel flackert der Para-Tod über den Bildschirm. Opium Jones die ganze Nacht an meinem Bett. Der Schatten seines Huts an der Wand … Längst jenseits von Zentramina? That crazy time mit letzten Opiaten no more … daha yok … Café co leche und Cremeschnittchen, graue sematische Freaks, 5 Dollar that crazy time in Tophane … Venen anbeißen lassen und rein mit dem Zeug, die typische Junk-Lotterie, wer jetzt hierbleibt weiß was ihn erwartet … let’s go.

Tophane

Grelle Cut-up-Experimente im Stil der amerikanischen Beat-Generation dokumentieren Fausers Junkie-Erlebnisse in den Slums von Istanbul.

Rohstoff Translations

Schneemann Translations

open end

Jörg Fauser zum an die Wand hängen. Kunstmappe mit 8 Gedichten und 8 Illustrationen. Jede Mappe mit eigener Kupferplatte als Cover. Die Auflage war 1997 auf 100 Stück geplant, es wurden letztlich aber nur 50 Stück angefertigt. Hier sind jetzt die letzten 16 Exemplare frei zum Verkauf. 

Stückpreis: €800 ; Versand incl.

Legacy

Harry Gelbs Rohstoff sind Opium in einem schäbigen Verschlag auf einem Dach in Istanbul und LSD in einer Kommune in Berlin. Es sind Heroin in einer Göttinger Mansarde und unzählige Biere und Schnäpse in Frankfurts Kneipen. Vor allem aber ist sein Rohstoff das Schreiben – rasant, brutal ehrlich und witzig erzählt Fausers Alter Ego von einer gefährlichen wie gefährdeten Jugend und von einem Mann, der weder als Nachtwächter noch als Flughafen-Packer vergisst, was er sein will: Schriftsteller. ›Rohstoff‹ – das ist Jörg Fausers autobiographischster Roman, das ist seine Geschichte. Und gleichzeitig doch auch die Geschichte einer ganzen Generation und der Bundesrepublik Deutschland nach dem Kalten Krieg und vor dem Mauerfall. Mit Nachworten von Michael Köhlmeier und Matthias Penzel.

Box-Abende, ein Papstbesuch, die Demokratie, der Kulturbetrieb und der ganze wunderbare Zeitgeist – der vorliegende Band versammelt 55 entlarvende Kolumnen, die der unkorrumpier-, aber nicht unbeeindruckbare Fauser unter anderem unter dem Namen ›Caliban‹ für das Berliner Magazin ›tip‹ geschrieben hat.

Mit Nachworten von Ambros Waibel und Werner Mathes.

»Uns ist vorgehalten worden, wir hätten das Gedicht aus seinen hehren Gefilden auf die Müllkippe gezerrt. Nach diesem Weltbild besteht unser Publikum aus ungewaschenen Rüpeln ohne Bildung, aus Haschern, Huren, Junkies … In Wirklichkeit setzte sich unser Publikum natürlich – wie das unserer Kritiker – aus kontaktscheuen Stenotypistinnen, aus Deutschlehrerinnen mit zwei Siamkatzen, aus ebenso vielen Pfarramtskandidaten wie Zollinspektoren zusammen. Und hier und da ein Schwerverbrecher; das kommt davon, wenn man die Leute lesen lernen lässt.«

Mit einem Vorwort von Björn Kuhligk.

Der erste Band mit Kurzgeschichten, mit der fast schon zum Klassiker avancierten Geschichte ›Alles wird gut‹, in der Johnny Tristano sich den

Ratschlag gibt: »Wenn du dich stützen musst, stütze dich an Mauern, nicht an Menschen!« Einmal mehr kann man bei Fauser lesend lernen, was es heißt, tief zu fallen, aber niemals unterzugehen und neben Witz und Melancholie auch die Lust auf das Leben und ein Bier zu bewahren.

Mit einem Nachwort von Peter Henning.

»Ich habe in Brando immer einen Rebellen gesehen – eine sicher naive Betrachtungsweise; was ist schon ein Rebell? In einer Welt, in der es von Revolutionären nur so wimmelt, ist der Rebell der Mann von gestern, der Konservative. Mag sein. Bei so vielen Menschen von heute wirkt auch die Erde wie von gestern, und wie Brando halte ich es im Zweifelsfall mit der Erde.« Fauser und Brando – zwei Zerrissene, die nicht nur das Immer-wieder-Aufstehen vereint.

Mit einem Nachwort von Franz Dobler und einem Text von Brigitte Kronauer.

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